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Universität Duisburg-Essen: Forschung - Vier Profilschwerpunkte
Die neue Zwei-Campus-Hochschule im Zentrum des Rhein-Ruhr-Raumes hat die Chance zur Stärkung und Profilierung ihres Forschungs- und Lehrpotenzials genutzt, das weit über die Landesgrenzen hinweg ausstrahlt. Die Universität Duisburg-Essen verfügt über ein breites Fächerspektrum, es reicht von den gut ausgebauten Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften über die angesehenen Design-Fächer bis hin zu den Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. Die Studierenden können ihre Ausbildung mit den klassischen Staatsexamina in den Lehramtsfächern und der Medizin abschließen, sich aber auch in einer wachsenden Zahl von Disziplinen als Bachelor oder Master für ihren Berufsweg qualifizieren. Der Ausbau dieser gestuften, meist fachübergreifenden Studiengänge, die sich an internationalen Standards messen lassen und Studierende von weither anziehen, hat hohe Priorität. Aber auch Berufstätigen bietet die Universität mehrere attraktive Studienangebote, die das individuelle Lerntempo durch integrierte eLearning-Verfahren berücksichtigen.
In der Forschung setzt die Universität Duisburg-Essen auf vier Profilschwerpunkte: Nanowissenschaften; Genetische Medizin und Medizinische Biotechnologie; Urbane Systeme, Logistik und Verkehr sowie schließlich die Empirische Bildungsforschung. Dabei kann sie sich auf herausragende Vorleistungen zahlreicher Arbeitsgruppen stützen.
Weit über die Region hinaus hat sich die Universität mit verschiedenen Projekten zu Grundlagen und Anwendungen der Nanotechnologie bekannt gemacht. In Nordrhein-Westfalen will sie auf diesem Gebiet die "Nummer eins" werden und damit ein Schlüsselthema der nächsten Jahrzehnte besetzen. Die Chancen dafür stehen gut: Vier Sonderforschungsbereiche und zwei Graduiertenkollegs sind den Nanowissenschaften gewidmet. Spannend ist in diesem Schwerpunkt die Beschäftigung mit sogenannten intelligenten Materialien. Dazu gehören Werkstoffe, die sich an ihre ursprüngliche Form erinnern können und die zum Beispiel für die Steuerungs- und Regelungstechnik neue Perspektiven eröffnen. Zum grundlegenden Wandel traditioneller Produktionsverfahren können auch Materialien mit "maßgeschneiderten" optischen, elektronischen, magnetischen und mechanischen Eigenschaften beitragen.
Das Thema "Genetische Medizin" umfasst Forschungen auf dem Gebiet der Gendiagnostik zur Einschätzung von Erkrankungsrisiken und Krankheitsverläufen sowie Reaktionsweisen auf Pharmaka. Verstärkt strebt die Universität - über das traditionelle Konzept einer Verzahnung zwischen Medizin und Biologie hinausgehend - den engen Verbund auch mit Vertretern der Physik, der Chemie und der Ingenieurwissenschaften an. Im neu gegründeten Zentrum für Medizinische Biotechnologie sind Tumorforschung, Gewebe- und Organersatz, molekulare Erkennung sowie digitale Bilderkennung Schwerpunktthemen, die interdisziplinär behandelt werden.
In einem der größten Ballungsräume Europas befassen sich Ingenieur-, Wirtschafts-, Natur- und Gesellschaftswissenschaftler mit der Zukunft urbaner Systeme und arbeiten an tragfähigen Konzepten für die nachhaltige Entwicklung des menschlichen Lebensraumes im Kontext des Strukturwandels. Für diesen Zweck müssen ökologische, ökonomische und soziologische Sichtweisen zusammengeführt und in politisch machbare Strategien umgesetzt werden. Die Integration von Stadt und Verkehr, das Mobilitätsverhalten im Personen- und Güterverkehr, eine vernünftig in die Stadtstrukturen eingebundene Abfall- und Verkehrsbewältigung oder die zuverlässige Ermittlung der Wasserqualität sind einige der Stichworte, unter denen zahlreiche Arbeitsgruppen ihre Aktivitäten bündeln.
Vertreter der Empirischen Bildungsforschung, der Fachdidaktiken sowie der Lehr-Lernpsychologie arbeiten an der Entwicklung eines konkurrenzfähigen Bildungssystems, einem seit der PISA-Studie besonders breit diskutierten Thema. Die Universität, eines der nordrhein-westfälischen Zentren der Lehrerausbildung, ist auch ein Zentrum der Bildungsforschung. Dies zeigt sich an einer bislang einzigartigen Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Sie erwartet aus der zeitgleichen Einrichtung einer Forschergruppe und eines Graduiertenkollegs schnelle und aussagekräftige Arbeitsergebnisse.
Best Practice-Beispiele
Das MaTEC.net ist ein Best Practice-Beispiel regionale Transferprozesse. Die als Duisburger Modell bezeichnete gemeinsame Initiative der Stadt Duisburg und der Universität Duisburg-Essen bündelt die im Bereich metallbasierte Werkstoffe in der Region vorhandenen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in ein Kompetenznetzwerk. Das Transferpotenzial der Region Duisburg wird damit effizienter genutzt und die Region national zu einem der führenden Standorte für neue Werkstoffinnovationen weiterentwickelt. Das Modellhafte dabei ist, dass die organisatorisch bei der Duisburger Wirtschaftsförderung (GfW Duisburg) angesiedelte Netzwerkmanagerin ihre Arbeitsräume bei der für Transfer zuständigen Abteilung FFT – Forschungsförderung und Transfer auf dem Campus hat. Dadurch werden kurze Kommunikationswege zur Beschleunigung von regionalen Austauschprozessen effektiv genutzt. Mit dieser aktiven Ansprache wird Unternehmen der Zugang zur Ressource „Wissen“ erheblich erleichtert.
Der Ansatz der Ressourcenbündelung wird jetzt durch die Ansiedlung der Geschäftsstelle des universitätsinternen Kompetenzzentrums Center for Nano Integration Duisburg-Essen (CeNIDE) im Gebäude der FFT und MaTEC.net noch weiter ausgebaut. Das Rektorat möchte durch die Gründung von CeNIDE u.a. den Austauschprozess in dem für die UDE so bedeutenden Profilbereich Nanotechnologie weiter stärken. Des Weiteren erhofft man sich vor allem von der räumlichen Nähe eine bessere regionale Vernetzung auf dem Gebiet der Werkstoff- und Nanotechnologien.
http://www.matecnet.de
http://www.cenide.de

Adresse:
Campus Duisburg
Forsthausweg 2
47057 Duisburg
Campus Essen
Universitätsstraße 2
45141 Essen
Link zur Startseite der Einrichtung
http://www.uni-duisburg-essen.de
Link zur Transferseite der Hochschule
http://www.uni-duisburg-essen.de/
fft/